Was hat Achtsamkeit mit Gesundheit zu tun? Und warum können bei Frauen Symptome für einen Herzinfarkt ganz andere sein als bei Männern? Gesundheitsthemen verständlich und auf unterhaltsame Weise zu transportieren, das hat sich das Verler Gesundheitsforum auf die Fahnen geschrieben. Seit 2018 gibt es diese Veranstaltungsreihe der vhs in Kooperation mit dem Fachbereich Soziales der Stadt Verl. Häufig sitzen über hundert Besucher im Publikum.

Unsere Gesundheitswissenschaftlerin Dr. Anke Reinisch zeichnet bei der vhs für die inhaltliche Planung verantwortlich. Ein Blick in den Programm-Flyer zeigt: Die Themen sind abwechslungsreich zusammengestellt und nehmen unterschiedliche Altersgruppen in den Blick. „Betroffene genauso wie Angehörige, aber eben auch diejenigen, die bewusst präventiv handeln möchten“, erklärt sie. „Das entspricht auch unserem Bildungsauftrag. Wir möchten die Menschen in die Lage versetzen, gut informiert gesundheitsrelevante Entscheidungen zu treffen. Unsere Teilnehmer sollen immer etwas mit nach Hause nehmen, gute Unterhaltung und Wissen.“

Seit zehn Jahren leitet Anke Reinisch den Gesundheitsbereich bei der vhs. Sie weiß: Je mehr Betroffenheit, desto größer das Interesse. Aber Reinisch muss nicht nur Referent:innen für sogenannte
Volkskrankheiten auswählen und akquirieren, sondern eben auch solche, die sich mit den aktuellen Herausforderungen befassen, die die Menschen bewegen. Sehr gerne arbeitet sie mit regionalen Kapazitäten zusammen, etwa Ärzten aus dem St. Elisabeth Hospital oder dem Klinikum Gütersloh, mit niedergelassenen Ärzten sowie mit Vertretern der Selbsthilfe.

„Wenn beim Vortrag über Adipositas eine Betroffene berichtet, wie ihr das Abnehmen gelungen ist, dann ist das glaubwürdig“.

Möglich ist das Verler Gesundheitsforum, weil sich die Stadt Verl hier finanziell besonders engagiert. Sie trägt die Honorare der Referenten und ermöglicht es damit, dass die Veranstaltungen kostenlos angeboten werden können. „Bei Gesundheitsthemen ist es entscheidend, dass kein Eintritt gezahlt werden muss. Nur so können wir alle erreichen, die Interesse haben“, so Reinisch. Das Budget der Stadt Verl umfasst auch die Produktion dazugehöriger Flyer und Plakate. Sandra Hasenbein, Leiterin der Pflegeberatung der Stadt Verl, betreut die Kooperation mit der vhs und steuert aus ihrem Bereich auch Themen für Veranstaltungen bei. Auf diese Weise ist eine Reihe entstanden, bei der viel Gäste gerne mehrmals kommen. Ganz sicher einige auch zum Start der Neuauflage des Verler Gesundheitsforums am 9. Oktober 2024. Dann berichtet Schauspielerin und Autorin Maria Bachmann über das Thema „Krise als Impuls. Bittersüße Einsichten und Aussichten einer Genesenden“. Hier beschreibt sie die Zeit und die Herausforderungen, in der bei ihr ein Hirntumor diagnostiziert wurde.

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