Traumawissen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Kita und Schule

Kursnr.
19-59501F
Beginn
Fr., 20.03.2020,
09:00 - 13:30 Uhr
Dauer
1 Termin
Gebühr
62,00 € /erm. 32,00 €
Mit den aktuellen Flüchtlingswellen sind wir zunehmend mit traumatisierten Kindern aus Krisengebieten wie Afghanistan, Syrien, Somalia, Iran oder Eritrea konfrontiert. Die Kinder haben Erfahrungen von Tod, Gewalt, Folter oder Vergewaltigung gemacht sowie enge Angehörige verloren. Aber nicht nur bei Krieg und Vertreibung werden Kinder mit Belastungserfahrungen, die sie überfordern (traumatischen Erfahrungen), konfrontiert: Eltern "rutscht die Hand aus", der Nachbarsjunge verdrängt sie mit Gewalt, sie werden bei einem Autounfall verletzt, Bezugspersonen kommen zu Schaden oder sterben, ein Kind in der Gruppe ist unheilbar krank, sie selbst sind "notwendigen medizinischen Misshandlungen" ausgesetzt. Aggressive Abwertungen und Kränkungen gehören genauso zum sozialen Alltag von Kindern wie mediale Gewalt. Diese Erfahrungen können vielfältigste und nicht immer sofort richtig zuzuordnende Auswirkungen auf das soziale Verhalten von Kindern haben.
Wir beobachten, dass die Zahl der Kinder zunimmt, die zu Gewalttätigkeiten neigen. Und wir fragen uns, ob eigene Gewalterfahrungen im Hintergrund stehen. Wie gehen wir mit all diesen Kindern um?
Die Traumapädagogik versucht, erste Antworten darauf zu geben. Sie erklärt das auffällige Verhalten betroffener Kinder vor dem Hintergrund neurobiologischer Erkenntnisse der Psychotraumatologie und gibt Ideen zu angemessenen Interventionen im Einzelkontakt und in der Gruppe.
Auf Wunsch der Teilnehmenden besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Schulung eigene Fälle in der Gruppe zu bearbeiten.

Kursort

Raum III (102)
Kirchstr. 2
33758 Schloß Holte-Stukenbrock

Kurstermine

Anzahl: 1
Datum

20.03.2020

Uhrzeit

09:00 - 13:30 Uhr

Ort

Kirchstr. 2, Schloß Holte-Stukenbrock, VHS (Ursulaschule), Raum III (102)